Im
Vorfeld von Bauvorhaben für sog. mastenartige Eingriffe in die
Landschaft (wie beispielsweise Freileitungen, Windkraftanlagen oder
Fernmeldemasten) muss i.d.R. eine Sichtbarkeitsanalyse durchgeführt
werden, um die ästhetische Beeinträchtigung ("Verspargelung") des
Landschaftsbildes so gering wie möglich zu gestalten. Mit dem
Visibility Analyst hat die Firma ECOGIS hierfür ein sehr
leistungsfähiges Werkzeug entwickelt, mit dem es möglich ist, ganze
Großräume in Bezug auf Ihre Sichtbezieungen vorab zu untersuchen. Der
Visibility Analyst bietet dabei eine Reihe ganz einzigartiger
Möglichkeiten, so dass man sagen kann, dass es vergleichbare Werkzeuge
eigentlich nicht gibt:
Sie können mit dem
Visibility Analyst getrennt die Höhe der
Oberflächenstrukturen und die Geländehöhe angeben. Dadurch wird es
ermöglicht, z.B. Masten im Wald zu platzieren, deren Spitze dann über
die Baumkronen hinausragen, ohne dass das Ergebnis verfälscht wird. Bei
alternativer Software (z.B. Vistools.avx) würden sowohl die Masten als
auch die Beobachter auf den Baumkronen stehen, was eine Berechnung in
Waldgebieten unmöglich macht.
Bei alternativen
Werkzeugen haben Sie keine Möglichkeit, eine
degressive Abnahme der ästhetischen Beeinträchtigung mit der Entfernung
von den Objekten anzugeben. Dies hat zur Folge, dass de facto die
Landschaftsbildbeeinträchtigung mit der Entfernung des Objekts vom
Beobachter ansteigt statt abnimmt (da aus größerer Entfernung mehr
Beobachter ein Objekt sehen können als aus der Nähe). Mit Visibility
Analyst können Sie z.B. eine exponentiell abnehmende
Degressionsfunktion angeben, die der Realität eher entspricht.
Abb.: Zusammenhang zwischen Masthöhe,
Entfernung vom Eingriffsobjekt und der Stärke der Ästhetischen
Beeinträchtigung (NOHL 1993, S. 18)
Mit Visibility
Analyst können Sie nicht nur den Wert der Landschaft an sich
betrachten, sondern (unter Berücksichtigung des "Schutzgutes Mensch")
z.B. die Sichtbarkeit von Siedlungsrändern, von Verkehrswegen oder
Erholungsgebieten gesondert betrachten und entweder gewichtet oder
getrennt von der Berechnung der Sichtbarkeit an sich darstellen.
Durch die Möglichkeit
eines Zufallsalgorithmus der Verteilung der Testobjekte können Sie eine
Sichtbarkeitsanalyse mit beliebiger Genauigkeit durchführen: Je länger
Sie rechnen, um so genauer wird Ihr Ergebnis.
Visibility Analyst
ist im Gegensatz zu anderen Verfahren so konzipiert, dass Sie keine
Standorte für Ihre Masten vorab definieren müssen. Sie machen nur
Angaben über Geländehöhe, Strukturhöhe sowie Landnutzung und errechnen
alle Sichtbeziehungen innerhalb des Untersuchungsgebietes. Am Ende
erhalten Sie eine Sichtbarkeitskarte, aus der Sie die Bereiche höherer
und geringerer Sichtbarkeit ablesen können
Mehr
Informationen zum Thema Sichtbarkeitsanalyse finden Sie auf der Website
des Produkts Visibility Analyst.